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Definition: Saint Morand

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Einige Dutzend Kilometer südlich von Mulhouse befinden wir uns im Süden des Elsass, und zufälligerweise liegt in der Nähe der Hauptstadt des Sundgau, Altkirch, ein kleines Dorf namens Saint-Morand.
Die lokale Geschichte erzählt uns, dass Saint Morand, Prior des Klosters von Altkirch im 12. Jahrhundert, sich während einer ganzen Fastenzeit von einer einzigen Weintraube ernährt haben soll. Die Chronisten jener Zeit berichten außerdem, dass er es geschafft habe, ein großes Fass mit dem Saft einer einzigen Traube zu füllen. So floss an diesem Tag der Wein in alle Tränken für die Tiere der Gemeinde.
Der Heilige Morand gehört zu den Schutzheiligen der Weinberge, dessen Festtag am 23. März, zur Zeit der Tagundnachtgleiche, gefeiert wird. Sein Patronat soll sich nicht über die Region Sundgau zwischen Altkirch und Thann hinaus erstreckt haben.

Zwei Orte veranschaulichen diese Weinkultus-Verehrung: Steinbach bei Cernay und die Stiftskirche von Thann, wo der Heilige Morand auf einem der beiden Strebepfeiler zusammen mit dem Heiligen Urbain, dem berühmtesten Schutzpatron der Winzer im Elsass, zu sehen ist.
In dieser kleinen Region am Fuße der Schweizer Jura-Ausläufer gibt es keinen Weinbau mehr. Das hindert die Anwohner jedoch nicht daran, die berühmten Weine zu genießen, die im Norden die Elsässer Weine, im Süden die Weine von Arbois, im Osten die Weißweine von Revermont (Schweizer Jura) und im Westen die Rotweine von Champlitte (Haute Saône).

(*) Saint Morand starb am 3. Juni 1115 im Kloster von Altkirch.

Quelle: SANTOVINO.com