Kostenlose Lieferung ab einem Einkauf von Fr. 300 oder 18 Flaschen, sonst Fr. 15
Ein Modephänomen, das in den 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten aufkam. Binge Drinking, ein Anglizismus, der mit exzessivem Alkoholkonsum oder periodischem Alkoholismus übersetzt werden kann. Populäre Synonyme: Komasaufen, Saufgelage, Rausch.
Es handelt sich um eine Praxis, bei der innerhalb kurzer Zeit große Mengen Alkohol konsumiert werden. Junge Menschen geben sich gelegentlich, meist in Gruppen, diesen massiven und methodischen Trinkgelagen hin. Diese Praxis, die aus den nordischen Ländern nach Europa gekommen ist, nimmt in der Schweiz seit einigen Jahren stark zu. Sie betrifft insbesondere Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Binge Drinking führt, wenn es wiederholt praktiziert wird, bei einigen Jugendlichen zu erheblichen psychischen Problemen.
Dieses Verhalten darf jedoch nicht mit Alkoholismus verwechselt werden, der eine Sucht und eine chronische Erkrankung ist, die nicht zunimmt.
Dieser schreckliche Anglizismus beschreibt eine gefährliche Aktivität von Jugendlichen, die man mit „Schnapsdrink” übersetzen könnte. Oder, wissenschaftlicher ausgedrückt, als „Dipsomanie”: ein krankhafter Drang, übermäßig und in Schüben alkoholische Getränke zu konsumieren. Wie beispielsweise in Thun, wo eine Bar kürzlich einen Abend anbot, an dem man für lächerliche 50 Franken alle Getränke nach Belieben konsumieren konnte. Ein englischer Ausdruck, der mit „Schnelltrinken” übersetzt werden kann. Immer mehr junge Menschen betreiben exzessiven Alkoholkonsum. Fachleute sehen in der von Jugendlichen praktizierten „Schnelltrinkerei” weniger ein Zeichen von Unbehagen als vielmehr ein Modephänomen. Dieser Übergangsritus ist nichts Neues, aber um sich zu betrinken, trinken junge Menschen heute sehr schnell und mischen verschiedene alkoholische Getränke.
Früher war man am Ende eines Abends, an dem man viel Spaß hatte, betrunken. Heute ist es eine unverzichtbare Voraussetzung für Spaß, betrunken zu sein. Man beginnt den Abend sogar schon betrunken. Um unter dem Druck der Gruppe, deren Eltern resigniert haben, den „Ghetto-Typen” zu spielen, ist es ein 15-Jähriger, der, wenn man ihm keine Grenzen setzt, sich selbst keine schafft.
Diese kollektiven Saufgelage sind mehr als beunruhigend. Oder muss die Jugend einfach ihr Ding machen? Ohne alarmistisch zu sein, wollen Toxikologen das Phänomen nicht banalisieren. Abgesehen von den schwerwiegenden Risiken, die mit häufigen Alkoholvergiftungen verbunden sind, verursacht Binge-Drinking deutlich größere Schäden für die öffentliche Gesundheit und kostet die Gesellschaft mehr als chronischer Alkoholismus. Ganz zu schweigen davon, dass letzterer im Jugendalter entsteht. Alle starken Trinker haben früh mit dem Trinken begonnen: Darin liegt die Gefahr.
Der Begriff „Binge-Drinking” stammt aus den Vereinigten Staaten. Ursprünglich bezeichnete er das Verhalten bestimmter Alkoholiker, die einen Tag lang, ein Wochenende lang, oft alleine, ununterbrochen trinken. Heute erstreckt er sich auch auf kollektive Trinkgelage, deren Mode sich von amerikanischen Universitäten ausbreitet und in allen sozialen Kulturen verbreitet. Wir erleben eine Globalisierung des Alkoholkonsums. Dieser Drang nach Rausch wurde lange Zeit mit anderen Produkten wie Cannabis und anderen Drogen befriedigt. Nun, da diese weniger zugänglich sind, könnten diese Saufgelage aus einer Verlagerung resultieren, und die meisten starken Konsumenten mischen verschiedene Arten von Produkten. Massiver Alkoholkonsum ist vor allem bei den 15- bis 24-Jährigen verbreitet, danach werden sie vernünftiger und trinken regelmäßiger, aber weniger. Man muss sich also bewusst machen, dass der „Rausch” bei Jugendlichen schwerwiegender ist als chronischer Alkoholismus.
Mit ihrer Folge von Alkoholvergiftungen sind Saufgelage in Deutschland und Österreich an der Tagesordnung. Sie breiten sich auch in der Schweiz aus (2007).